Diskussionsabend mit Björn Höcke in Taunusstein am 28.03.2017

Im Rheingau-Taunus-Kreis hat Klaus Gagel im vergangenen Jahr die Aufgabe des Kreissprechers von Angela Miehlnickel übernommen, die den Kreisverband nach der Lucke-Spaltung erfolgreich wieder aufgebaut hatte. Klaus Gagel ist nicht nur ein glühender Kämpfer für die Sache der AfD, sondern überzeugt auch mit seiner Rhetorik am Mikrofon. Zudem besitzt er die Gabe, im Kreisverband integrierend zu wirken, um alle Kräfte, die gewillt sind, diese fatale Entwicklung im Lande zu beenden, in die Parteiarbeit einzubinden.

Zum Abend am 28.03.2017 hatte der Rheingau-Taunus-Kreis zur turnusmäßigen Veranstaltung („Diskussionsabend“) eingeladen. Der Saal war mit 80 Gästen wieder rappelvoll. Natürlich auch wegen des Überraschungsgastes, von dem selbst die Mitglieder mit Ausnahme von Vorstand und Fraktion selbst nicht informiert wurden, wer denn nun kommt.

„Überraschungsgast“ Björn Höcke:

Umso überraschter war das Publikum, als Björn Höcke um 18.55 Uhr in den Saal trat: Applaus und standing ovations !

Zu Beginn ging Klaus Gagel detailliert auf die Arbeit im Kreistag ein, beschrieb die aktuellen Themen und die Positionierung der AfD dort. Er stellte die verantwortlichen Kreistagsmitglieder vor. Er spannte den Bogen von der Lage der AfD sechs Monate vor der Bundestagswahl über das Ergebnis der Saarland-Wahl bis hin zu Wahlkampfstrategien, die auf dem Hintergrund der Ausgrenzung, fast schon Verfolgung der AfD-Mitglieder zunehmend schwierig werden. Klaus Gagel verwies beispielhaft auf die Stasi-Methoden der Gewerkschaft Ver.di.

Frau Christine Anderson (Pos. 9 der hessischen BTW-Liste) aus dem Nachbarkeis sprach anschließend einige einleitende Sätze zum Gast Björn Höcke.
Bemerkenswert an dieser gemeinsamen Veranstaltung ist auch der offensichtliche Umstand, wie gut sich der Kreisverband im Rheingau mit dem Verband im Landkreis Limburg-Weilburg verzahnt hat!

Auch Andreas Lichert, Mitglied des Landesvorstandes Hessen sowie Fabian Flecken von der JA Hessen richteten kurze Ansprachen an das Publikum.

Dann kam Björn Höcke. Betont sachlich, in die Tiefe gehend, die Probleme unseres Landes beim Namen nennend,  so wirkte Höcke auf die im Saal Anwesenden. Das PAV war nur am Rande ein Thema dieser gelungenen Veranstaltung. Vielmehr ging es um die Verkrustungen und die Erstarrung im Land, die notwendigen Antworten darauf. Und zum Ende spasste Höcke mit dem Satz: „Ich bin wohl der Mann, dessen Worte in der Republik am meisten auf die Goldwaage gelegt werden, ein falsches oder unpassendes Wort und schon stürzen sich alle darauf.“

Angesichts der heiteren und gelösten Stimmung im Saale fühlte sich Höcke sichtbar wohl.

Wichtig sei ihm die Einigkeit der Partei.  Er stellte einmal mehr seine Positionierung heraus, vorläufig keine Koalition eingehen zu wollen, sondern mittels Fundamentalopposition die Altparteien vor sich hertreiben zu wollen. Insgesamt wählte Höcke moderate Töne, offensichtlich, um keine Wogen aufzuwerfen.

Er kämpfe weiterhin in Thüringen für die notwendigen Veränderungen in Deutschland. Karrierestreben lehne er zum Wohle der Partei ab.

Anschließend stellte sich Björn Höcke noch den teils kristischen Fragen des Publikums, was er zum Anlass nahm, die erschütternde Bestandsaufnahme zum Zustand der politischen Kultur in diesem Lande überzeugend zu begründen.

 

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